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Menden. Etliche Sekunden herrscht in der Antoniuskapelle gespannte Stille.
Man könnte die berühmte Stecknadel auf den Boden fallen hören. Die letzten
Töne des vierstimmigen Passionsgesanges "Eli, Eli!" von Georgius Bardos
verhallen. Erst jetzt klatschen die Zuhörer zunächst vorsichtig, dann
bestimmt Beifall für "amante della musica menden". Der heimische Klangkörper
sang am Karfreitag während der traditionellen Kreuztracht auf dem Kapellenberg
und machte damit einen weiteren Schritt zur zweiten Titelverteidigung des
Meisterchor-Titels am 31. Mai in Neuss.
Um das Feingefühl für "Eli, Eli!" entscheidend auszuprägen, hatten sich
Chorleiter Klaus Levermann und die Aktiven von amante dazu entschieden,
Bardos' Komposition über das Leiden und den Tod Jesu am Karfreitag zu singen.
Zum Erstaunen des Chores war die Antoniuskapelle dann bis auf den letzten
Platz gefüllt, als sich die 40 Sängerinnen und Sänger von amante nach dem
Weg mit der Kreuztracht auf den Kapellenbeg am Altar aufstellten.
Mit "Jesus Christus ist der Herr" und "O Haupt voll Blut und Wunden" aus
dem Gotteslob bereitete die Singgmeinschaft ihre Zuhörer vor. Klaus
Levermann las aus dem Matthäus-Evangelium vor bis zu der Textstelle,
von der "Eli, Eli!" erzählt: "Eli, Eli, lama sabachtani" (Mein Gott,
mein Gott, warum hast Du mich verlassen?). Direkt daran schloss sich
dann die Aufführung an.
Zwar saß bei amante della musica knapp sechs Wochen vor dem Meisterchorsingen
noch nicht jeder Ton perfekt. Doch so viel ist sicher: Für dieses
anspruchsvolle Chorwerk von Georgius Bardos hat der Chor spätestens
jetzt ein feines Gespür entwickelt, das es in den nächsten Proben weiter
auszuarbeiten gilt.
Apropos Proben: Die heutige Chorstunde von amante in der Regenbogenschule
fällt aus. Nächste Probe ist am Dienstag, 29. April, um 18.30 Uhr. Für
Mittwoch, 30. April, wurde zudem die erste Sonderprobe angesetzt. Über
Uhrzeit und Ort wird noch rechtzeitig informiert.
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