Meisterchor "amante della musica" präsentiert neue CD "mixt(o)ur" vor ausverkauftem Haus
Foto: Stefan Deitel, Hellweger Anzeiger Redaktion Menden
Von Dirk Becker, Hellweger Anzeiger Redaktion Menden
Menden. Die Katze ist aus dem Sack: "mix(t)our" heißt die neue CD des Mendener Meisterchores "amante della musica". Wie der Vorsitzende Lars Becker erklärte, soll der Name zum einen auf das vielfältige Repertoire hinweisen, aber auch Einladung zu einer musikalischen Reise sein.
Es war mächtig heiß im Spiegelsaal der Wilhelmshöhe, als "amante" mit den afrikanischen Klängen "Shosholoza" die Bühne betrat. Mehr als 300 Zuhörer füllten jeden Platz des Saales. Da passte es, dass Becker die Freunde des Chores, aber auch Zuhörer aus dem weiteren Umkreis Mendens mit Worten begrüßte: "Herzlich willkommen in der Sauna Wilhelmshöhe". Becker verteidigte die Entscheidung des Chores, ob des großen Andrangs nicht in den großen Saal umgezogen zu sein. Der Chor singe eben lieber in einem "proppenvollen" kleinen Saal als in einem halb leeren großen.
Die Gedanken an die Hitze waren ohnehin schnell zerstreut, denn "amante" gelang es mit einem Titeln verschiedenster Stile, Gänsehaut in der "Sauna" zu erzeugen. Im Beisein von Ehrenchorleiter Klaus Levermann, der stellvertretenden Bürgermeisterin Bärbel Lewald und Mendens Ehrenbürgermeister Rudi Düppe, bewies der mehrfache Meisterchor, dass er nicht nur in einem Genre zu Hause ist.
Fein akzentuiert, forte ebenso überzeugend wie pianissimo, aber vor allem mit einer herausragenden Ausstrahlung, schlüpfte die fast 50-köpfige Singgemeinschaft in die Rolle eines Rattenfängers, der die Zuhörer in seinen Bann zog und sie fesselte. Die intensive Probenarbeit von Chordirektor Michael Oel trägt Früchte, der CD-Käufer darf Höchstleistung erwarten und bekommt sie geboten. Erstellt wurde die CD durch das Balver Label "KRD Music", das zum Konzert durch Kai Deutschländer vertreten war. Den Hauptsponsor Mendener Bank vertrat Thomas Pätzold. "Ohne solche Unterstützung wäre die Erstellung dieser CD nicht möglich gewesen", so Lars Becker.
Das "amante"-Konzert dauerte fast zwei Stunden - und das auch deshalb, weil das Publikum gleich mehrere Zugaben forderte. Das waren dann Titel wie "Don't worry, be happy" oder "Get around", die nicht auf die silbernen Scheibe gepresst wurden. Da finden sich stattdessen jazzig gesetzte Volkslieder wie "Der Mond ist augegangen" oder "Kein schöner Land" wieder. Neben klassischem Liedgut erwarten den Hörer aber auch Rock, Pop und Gospel. Schon nach wenigen Minuten erntete "amante" begeisterten Applaus, johlende Pfiffe und Anerkennung. "amante" - das war am Fronleichnamstag einmal mehr unbändiger Spaß auf der Bühne, gemixt mit Disziplin und musikalischem Feingefühl.
Kein Wunder, dass sich die Scheibe bereits am Donnerstag bestens verkaufte.
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